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Am letzten Wochenende ging das Team von ARED Motorsport zum Saisonhöhepunkt, dem 6 Stunden Rennen auf dem Nürburgring, an den Start. Mit unserer Stammcrew rund um Oliver Uhlmann und Walle Bressin emfingen wir am Freitag in Zusammenarbeit mit Aston Martin zwölf Gäste unserer Sponsoren Brack.ch und Intel. Mit einer Einführung zum Nürburgring und der VLN wurden sie willkommen geheissen.

Danach ging es weiter zum gemeinsamen Mittagessen in die Aston Martin Lounge. Auf zwei Autos verteilt, fuhren wir im Rahmen des Freitagstrainings alle Gäste über die Grand Prix Strecke und die Nordschleife. Die anfängliche Skepsis wich nach der Spritztour über die Grüne Hölle dem Adrenalinschub und so mancher Gast wäre gerne eine zweite Runde mitgefahren, gewisse hätten sich am liebsten gleich selbst hinter das Lenkrad geklemmt. Wir alle hatten einen riesen Spass und so ging es weiter zum Abendessen ins Restaurant Paddock, wo wir auch auf den Geburtstag unseres Gastes Sascha anstiessen. Übrigens erhielten wir das beste Kompliment von unserem Gast Romina, die von sich sagte, dass sie nicht sehr viel mit Motorsport anfangen könne. Das ganze Wochenende hatte sie ihr Buch zur Überbrückung potentiell langweiliger Abschnitte nicht einmal aufgeschlagen.


Am Samstag starteten wir mit dem Zeittraining um 8:30 Uhr. Unser Aston Martin hatte Spiel in der Lenkung. Alle drei Fahrer S. Marshall, A. Sammers und R. Tobler fuhren nur ihre Pflichtrunden. Unsere Crew arbeitete mit vier Mann gleichzeitig, überprüfte jedes Teil von Lenkung bis Aufhängung und baute alles wieder zusammen. Die meisten Teile waren bereits neu, aufgrund des Unfalls vom letzten Lauf. Selbst mit Hebelwirkung auf das Lenkgetriebe konnte kein Defekt festgestellt werden. Aufgrund des Problems ging Ronny an den Start. Er merkte bereits in der Einführungsrunde, dass der Aston ganz direkt auf Lenkbewegungen reagierte. In der ersten Runde bestätigte sich diese Wahrnehmung und Ronny fuhr daraufhin eine neue persönliche Bestzeit von 9:18 Minuten. Er kämpfte sich durch das Feld und überholte zwei BMWs die ähnlich schnell waren. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an die Crew des Aston Martin Test Centers für die tatkräftige Unterstützung.

Danach fuhr Ronny auf den Aston Martin des befreundeten Mathol Teams auf, den er auf der Grand Prix Strecke zwei Runden zuvor vorbeigelassen hatte. Beim Streckenabschnitt Wippermann wurde der Aston von einem langsameren Teilnehmer aufgehalten und Ronny setzte sich innen neben seinen Gegner. Womit Ronny nicht rechnete, der andere Fahrer hatte ihn nicht gesehen und lenkte ein. Es kam zur Kollision. Infolge des Aufpralls musste die Spurstange ersetzt werden, was uns fast 30 Minuten Reparaturzeit in der Box kostete. Nach der Reparatur setzte Ronny die Fahrt fort und fuhr zwei weitere Stints bevor er den Aston Martin in der Box parkte.
Ein grosses Dankeschön an all unsere Helfer für ihren Einsatz, das Engagement und den Teamspirit. Dank eurer Mitarbeit konnten wir unseren Gästen ein unvergessliches Rennwochenende bieten. Danke an das Team von Olli Uhlmann, die Crew der Aston Martin Lounge, an die einmalige Suzi Engelhardt und das Aston Martin Test Center und last but not least unseren Multi-Talent-Helfern Dario, Filip und Luca.

Aston Martin GT4 1:10 Remote Control Car
Nicht unerwähnt wollen wir auch unsere Sponsoren Brack.ch und Intel lassen, und danken stellvertretend Thomas Hartmann für die Unterstützung und für das Überraschungsgeschenk: ein Remote Control Rennwagen im Massstab 1:10 in unserem Design.
Liebe Gäste ihr seid eine absolut tolle, offene und coole Truppe, die definitiv Benzin im Blut hat. Auch euch ein herzliches Dankeschön und bis bald.

Unsere Gäste

 (c) 2013 ARED Motorsport, Fotos: Luca Argentiero und Marc Weichert

ARED Motorsport Aston Martin GT4

Am Samstag 22. Juni 2013 starteten wir zur 44. Adenauer ADAC Simfy Trophy im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft. Ein Tag, den das Team nicht vergessen wird.
Traditionell ist dieses erste Rennen nach den 24 Stunden vom Nürburgring noch etwas verschlafen, mit weniger Teilnehmern, zumal am selben Wochenende der grösste Motorsportanlass der Welt, die 24 Stunden von Le Mans stattfand. Das Starterfeld war mit 189 Teilnehmern gut besetzt. In unserer Klasse GT4/SP10 gingen acht Starter ins Rennen. Betreut wurden wir von unserer Ersatzcrew Mathol Racing, als Fahrer gingen Andy Sammers und Ronny Tobler an den Start.

Aston Martin GT4 ARED Motorsport

Nach den ganzen Wetterkapriolen des dritten VLN Laufes und dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring, freuten wir uns über den Sonnenschein und die trockene Strecke für das Zeittraining am Samstagmorgen. Andy Sammers erreichte mit 9:21 Minuten eine neue Bestzeit auf dem Aston Martin und qualifizierte das Team für den Startplatz 69. „Die Zeit, die wir in die Abstimmung des Fahrwerks investiert haben hat sich gelohnt,“ meinte Andy Sammers nach seinem Einsatz. „Ich habe nun mehr Vertrauen ins Auto und kann mich besser an das Limit auf der Strecke herantasten.“ Andy fuhr dieses Rennen das erste Mal den Start und konnte sich stetig nach vorne arbeiten. Nach einem erfolgreichen ersten Stint übergab Andy das Lenkrad an Ronny. Ronny’s Einsatz war von wechselnden Bedingungen geprägt. Zu Beginn war es nur ein wenig Nieselregen und die Strecke bot noch genug Grip. In den weiteren Runden regnete es auf gewissen Streckenabschnitten, sodass man mit der Slick-Bereifung, wegen der Aquaplaning-Gefahr bis auf 80km/h herunterbremsen musste. Die Folge waren zahlreiche Unfälle und mehrere Doppelgelb-Phasen. „Die Hitzeentwicklung in den Fahrzeugen ist gewaltig bei diesen Temperaturen. Während der doppelgelb Phasen sah ich mehrfach Krankenwagen, die die Fahrer, vermutlich mit Kreislaufproblemen, direkt an der Strecke versorgten,“ meinte Ronny nach seinem Stint. In seiner zweitletzten Runde fing es stärker zu regnen an. Die Strecke war von der Grand Prix Strecke bis und mit Kilometer 14 komplett nass. Mit den Slick Reifen ist es bei solchen Bedingungen sehr gefährlich zu fahren, da das Wasser ohne Rillen in der Lauffläche nicht verdrängt wird. Ronny funkte entsprechend, dass sich Andy eine Runde früher als geplant für den Fahrerwechsel bereit machen soll.

Aston Martin GT4 ARED Motorsport VLN Lauf 4 2013

Leider kam es nicht mehr zu diesem Fahrerwechsel. Auf der Döttinger Höhe wurden die roten Flaggen geschwenkt: Rennabbruch. Die Gründe dafür waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Rennwagen wurden nach kurzer Wartezeit direkt in das Parc Fermé gefahren. Die offizielle Mitteilung folgte wenig später: der 55 jährige Wolf Sylvester, VLN Stammfahrer und zweimaliger Meister der Jahre 2006 und 2010 war infolge eines Herzinfarktes auf der Strecke verstorben. Nur wenige Stunden später, erreichten uns eine weitere traurige Neuigkeit, dieses Mal aus Le Mans: Allan Simonsen, ein 34 jähriger Aston Martin Racing Fahrer war infolge seiner Verletzungen bei einem Unfall im Spital verstorben. Dieses Rennwochenende ist das tragischsten, das wir jemals erlebt haben. Wir fuhren unser bestes Rennen und erreichten den dritten Platz in unserer Klasse und Rang 33 in der Gesamtwertung. Dies tritt bei diesen Ereignissen in den Hintergrund. Unsere Gedanken und Anteilnahme sind bei den Angehörigen von Wolf Sylvester und Allan Simonsen.

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© 2013 ARED Motorsport Fotos: Marc Weichert Fotografie

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