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Rennbericht 44. Adenauer ADAC Simfy Trophy (VLN 4. Lauf)

ARED Motorsport Aston Martin GT4

Am Samstag 22. Juni 2013 starteten wir zur 44. Adenauer ADAC Simfy Trophy im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft. Ein Tag, den das Team nicht vergessen wird.
Traditionell ist dieses erste Rennen nach den 24 Stunden vom Nürburgring noch etwas verschlafen, mit weniger Teilnehmern, zumal am selben Wochenende der grösste Motorsportanlass der Welt, die 24 Stunden von Le Mans stattfand. Das Starterfeld war mit 189 Teilnehmern gut besetzt. In unserer Klasse GT4/SP10 gingen acht Starter ins Rennen. Betreut wurden wir von unserer Ersatzcrew Mathol Racing, als Fahrer gingen Andy Sammers und Ronny Tobler an den Start.

Aston Martin GT4 ARED Motorsport

Nach den ganzen Wetterkapriolen des dritten VLN Laufes und dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring, freuten wir uns über den Sonnenschein und die trockene Strecke für das Zeittraining am Samstagmorgen. Andy Sammers erreichte mit 9:21 Minuten eine neue Bestzeit auf dem Aston Martin und qualifizierte das Team für den Startplatz 69. „Die Zeit, die wir in die Abstimmung des Fahrwerks investiert haben hat sich gelohnt,“ meinte Andy Sammers nach seinem Einsatz. „Ich habe nun mehr Vertrauen ins Auto und kann mich besser an das Limit auf der Strecke herantasten.“ Andy fuhr dieses Rennen das erste Mal den Start und konnte sich stetig nach vorne arbeiten. Nach einem erfolgreichen ersten Stint übergab Andy das Lenkrad an Ronny. Ronny’s Einsatz war von wechselnden Bedingungen geprägt. Zu Beginn war es nur ein wenig Nieselregen und die Strecke bot noch genug Grip. In den weiteren Runden regnete es auf gewissen Streckenabschnitten, sodass man mit der Slick-Bereifung, wegen der Aquaplaning-Gefahr bis auf 80km/h herunterbremsen musste. Die Folge waren zahlreiche Unfälle und mehrere Doppelgelb-Phasen. „Die Hitzeentwicklung in den Fahrzeugen ist gewaltig bei diesen Temperaturen. Während der doppelgelb Phasen sah ich mehrfach Krankenwagen, die die Fahrer, vermutlich mit Kreislaufproblemen, direkt an der Strecke versorgten,“ meinte Ronny nach seinem Stint. In seiner zweitletzten Runde fing es stärker zu regnen an. Die Strecke war von der Grand Prix Strecke bis und mit Kilometer 14 komplett nass. Mit den Slick Reifen ist es bei solchen Bedingungen sehr gefährlich zu fahren, da das Wasser ohne Rillen in der Lauffläche nicht verdrängt wird. Ronny funkte entsprechend, dass sich Andy eine Runde früher als geplant für den Fahrerwechsel bereit machen soll.

Aston Martin GT4 ARED Motorsport VLN Lauf 4 2013

Leider kam es nicht mehr zu diesem Fahrerwechsel. Auf der Döttinger Höhe wurden die roten Flaggen geschwenkt: Rennabbruch. Die Gründe dafür waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Rennwagen wurden nach kurzer Wartezeit direkt in das Parc Fermé gefahren. Die offizielle Mitteilung folgte wenig später: der 55 jährige Wolf Sylvester, VLN Stammfahrer und zweimaliger Meister der Jahre 2006 und 2010 war infolge eines Herzinfarktes auf der Strecke verstorben. Nur wenige Stunden später, erreichten uns eine weitere traurige Neuigkeit, dieses Mal aus Le Mans: Allan Simonsen, ein 34 jähriger Aston Martin Racing Fahrer war infolge seiner Verletzungen bei einem Unfall im Spital verstorben. Dieses Rennwochenende ist das tragischsten, das wir jemals erlebt haben. Wir fuhren unser bestes Rennen und erreichten den dritten Platz in unserer Klasse und Rang 33 in der Gesamtwertung. Dies tritt bei diesen Ereignissen in den Hintergrund. Unsere Gedanken und Anteilnahme sind bei den Angehörigen von Wolf Sylvester und Allan Simonsen.

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© 2013 ARED Motorsport Fotos: Marc Weichert Fotografie

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