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Start frei für den Aston Martin GT4 #177 gefolgt vom Werks Aston Martin Rapide Hydrogen Wasserstoff

An diesem Rennwochenende vom 27. April hatten sich alle Wettergötter gegen die VLN verschworen. Eiseskälte, Regen und Nebel verhiessen nichts Gutes. Schon der Wetterbericht zeigte neunzig Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Für das Rennen am Samstag wurde sogar Schneefall vorausgesagt.
Unsere ersten Taxifahrt-Gäste liess das schlechte Wetter im wahrsten Sinne des Wortes kalt. Trotz der winterlichen Verhältnisse und Temperaturen um die fünf Grad, liess sich niemand die gute Laune verderben, obwohl wir unsere liebe Mühe hatten die Regenreifen überhaupt auf Temperatur zu bringen. Bei strömendem Regen nahmen die sechs Gäste mutig auf dem Beifahrersitz Platz. Die widrigen Witterungsbedingungen verlängerten die Fahrt von zehn auf dreizehn Minuten. Nach neunzig Minuten waren alle Gästefahrten beendet, und die Gäste konnten die Boxen und das Fahrerlager erkunden. Motorsport hautnah, unberechenbar, wild oder kurz gesagt bei jedem Wetter ein Erlebnis! Für das Team war es Zeit den Aston zur technischen Abnahme für das Rennen zu bringen.

Unsere Gäste zur Taxi Fahrt im Aston Martin GT4 Rennwagen

Am Samstagmorgen zum Rennen hatte sich das Wetter nicht gebessert. Wir beschlossen pro Fahrer nur zwei Runden zu fahren um beim Zeittraining nicht in Unfälle verwickelt zu werden. Andy und Ronny absolvierten die beiden Runden problemlos. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse wurde zwei Stunden vor dem Start bekanntgegeben, dass zwei Einführungsrunden zu fahren seien.

Bereits die Einführungsrunden wurden einigen Fahrer zum Verhängnis. Ronny erinnert sich an einen Peugeot 308 mit grossem Schaden, sowie einem Porsche 911 Cup und einem Mercedes SLS mit kleineren Blessuren. Nach zwei langen Einführungsrunden wurde der Start freigegeben. „Ich bin sehr erstaunt, wie vernünftig und vorsichtig alle Fahrer im Feld miteinander umgegangen sind, denn ich habe kaum Gelbphasen auf meinen ersten sieben Runden erlebt“, meinte Ronny nach dem ersten Stint. Es war Ronnys erstes richtiges Regenrennen und dementsprechend vorsichtig hat er den Aston über die Strecke getragen. „Es war für mich sehr schwierig das Auto schneller zu bewegen. Mir hat einfach der Grip gefehlt. Wir müssen an der Regenabstimmung arbeiten, so dass wir das das nächste Mal schneller unterwegs sind“, meinte Ronny nach dem Lauf.

Fahrerwechsel Aston Martin GT4 #177

Nach sieben Runden war es Zeit für den Fahrerwechsel. Andy übernahm den Aston. „Nach einer Runde im Regen trocknete die Strecke zügig ab und ich war plötzlich eine Minute schneller. Ende Start und Zielt hat sich plötzlich die Lenkung verhärtet und ich drehte mich. Vorsichtig fuhr ich die Runde zu Ende und steuerte die Box an,“ so Andy Sammers nach seinen ersten drei Runden. Das Problem war schnell identifiziert und leider in kurzer Zeit nicht reparierbar. Die Servopumpe, zuständig für die Lenkung, war defekt. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden war das Rennen für uns beendet.

Das Fazit von Andy: „Wir haben ein gutes Stück Arbeit vor uns. Die Abstimmung des Fahrzeugs und kleinere Details sind zu verbessern.“  Der Aston geht erst nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring wieder auf die Piste. Die Zeit bis dahin nutzen wir um uns kontinuierlich zu verbessern, denn unser Ziel ist es mit einer guten Platzierung anzukommen.

Aston Martin GT4 Rennwagen #177 im Karusell Nürburgring

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©  2013 ARED Motorsport, Fotos: Marc Weichert Fotografie und Julius van Ommen

 

 

Eine neue Saison, ein neuer Rennwagen. Dieses Wochenende sind wir das erste Rennen im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring gefahren. Im Vorfeld zur Saison aufgrund des Wetters alle Testtage abgesagt wurden, daher konnten wir vor dem Rennwochenende nicht auf der Nordschleife testen. Das wollten wir am Freitagmorgen im Rahmen des Pistenclub Trackdays nachholen. Leider war es wegen des Regens und der schmierigen Asphaltoberfläche wieder nicht möglich. Wir fuhren zwei langsame Runden, um die Technik des Astons zu überprüfen. Nach mehreren schweren Unfällen wurde der Testtag frühzeitig abgebrochen.

 

 

Am Samstagmorgen wurden wir mit einigen Sonnenstrahlen begrüsst. Fahrer für das 4 Stunden Rennen am Samstag waren Ronny Tobler und Andy Sammers. Während des Zeittrainings trocknete die Strecke ab und war am Mittag für den Start der VLN bereit. Das Starterfeld war mit über 200 Fahrzeugen sehr gross. Begonnen wird in der VLN mit einem fliegenden Start in 3 Startgruppen. Die Gruppen werden zeitversetzt auf die Strecke geführt. Ronny übernahm den Start. Direkt hinter Ronny stand der Aston Martin Rapide S Hydrogen, eine mächtige Erscheinung im Rückspiegel. Der Start lief problemlos, ebenso die erste Runde. „Der Aston GT4 vermittelt einem auf Anhieb viel Vertrauen, ist absolut neutral in der Abstimmung und leicht zu fahren“, meinte Ronny Tobler nach dem ersten Stint. Ende Start/Ziel, beim Anbremsen, kam Unruhe ins Fahrzeug. Zwei Kurven danach in der Mercedes Arena sprang der Reifen von der Felge. Ronny musste in langsamer Fahrt zurück an die Box. Die Analyse von Pirelli ergab, dass in der ersten Runde ein Gegenstand den Reifen durchbohrt hat, was zu Luftverlust und zur Trennung von Reifen und Felge führte. Mit neuen Reifen ging es mit 7 Minuten Zeitverlust zurück auf die Strecke.

 

Bereits ab Runde zwei ereigneten sich mehrere Unfälle und es folgten etliche Gelb- und Doppel-Gelb-Phasen. Doppelgelb bedeutet eine Reduktion der Geschwindigkeit auf 60km/h. Überprüft wird die Geschwindigkeit mit dem GPSAuge. „Die Fahrer bremsen extrem hart auf Tempo 60 runter, sodass es mehrmals in den ersten 5 Runden zu Beinahe-Unfällen kam“, meinte Ronny Tobler nach dem ersten Stint. Nach 6 Runden übergab Ronny den Aston an Andy, der das erste Mal in der VLN fuhr. Auch Andys Weg führte direkt in Gelb und Doppelgelb Phasen. Nach drei Runden hatte er jedoch seinen Rhythmus gefunden und konnte kontinuierlich seine Zeiten verbessern. „Es hat sehr viel Spass gemacht, es ist jedoch unglaublich, wie viel Schrott hier auf der Strecke produziert wird“, meinte Andy Sammers nach dem Rennen. „Für den ersten Lauf mit neuem Rennwagen und Team können wir sehr zufrieden sein und darauf aufbauen, ich freue mich auf den Lauf in zwei Wochen“.

Nach Andys Stint übernahm Ronny den Aston wieder für den Abschluss. Auch im letzten Stint  gab es viele Unfälle, was zu unregelmässigen Zeiten führte. Ronny konnte sich in der Zeit kontinuierlich verbessern und brachte den Aston nach 4 Stunden sicher ins Parc Fermé. „Für den ersten Test und gleichzeitig das erste Rennen haben wir das Maximum erreicht. Ohne Reifenschaden wären wir auf P3 oder P4 in der Klasse angekommen. Herzlichen Dank gilt dem Team rund um Oliver Uhlmann, Walle Bresin und Jörg van Ommen Autosport für die super Vorbereitung und Betreuung“, so das Fazit von Ronny Tobler zum ersten Lauf. In zwei Wochen am 27. April 2013 starten wir bereits zum zweiten Lauf der VLN Langstrecken Meisterschaft.

Eine Zusammenfassung des ersten Laufes der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zeigt der Sender Sport1 am Samstag 20. April um 10:45 Uhr.

Alle unsere Fotos publizieren wir neu auf Facebook in einem Album pro Rennen (Link).

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©  2013 ARED Motorsport, Fotos: Marc Weichert Fotografie und Julius van Ommen

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